oekoplus - Freiburg
Samstag, 18. Mai 2024
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Wüstenapotheke: Kalahari - Eine abenteuerliche Reise in die Kalahari!
Eine Buch-Empfehlung von Tukolere Wamu e.V. beim kulturforum-freiburg

Die Wüste Kalahari im Südwesten Afrikas birgt eine wahre Schatzkammer an Heilpflanzen, die von den traditionellen Heilern der Buschmänner seit Generationen genutzt werden. Daniel Oliver Bachmann hat sich auf die Suche nach dieser geheimnisvollen Wüstenapotheke gemacht. Ein abenteuerliches Reiseerlebnis in einer weiten, exotischen Landschaft. Eine magische Welt eröffnet sich Daniel Oliver Bachmann auf seiner über 8000 Kilometer langen Reise. Unterwegs begegnet er Menschen der San, Ovambo, Nama und Herero. Kräuterkundige Medizinmänner wie der sagenumwobene Doktor Kuvare weihen ihn in ihr altes Wissen ein und veranschaulichen mit ihrer rituellen Heilkunst, dass sie Zugang zu einer Dimension der Wirklichkeit haben, die uns bisher verschlossen blieb.
Mehr
 

 
8.12.: Aktion "5 min Licht aus für den Klimaschutz"
Die Klimaschutz-Kooperation Rettet unsere Erde von BILD, BUND,
Greenpeace und WWF ruft gemeinsam mit Google und ProSieben am
Samstag, den 8. Dezember 2007 zu einer deutschlandweiten Aktion auf:
?Licht aus! Für unser Klima.? Von 20 Uhr bis 20.05 Uhr sollen
für fünf Minuten im ganzen Land die Lichter ausgeschaltet werden.
Eine eindringliche Mahnung, die national und international zu mehr
Klimaschutz aufruft.

Licht aus am 8. Dezember - Klimaaktionstag!
Mit der Aktion ?Licht aus! Für unser Klima.? fordern die
Kooperationspartner von Rettet unsere Erde, Google und ProSieben
jeden Einzelnen zum Handeln auf. Zudem senden sie ein Zeichen an den
zeitgleich stattfindenden Weltklimagipfel auf Bali, sich konsequent
für bessere Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen.

Mitmachen kann jeder: Alle Privathaushalte in Deutschland, aber auch
Städte, Gemeinden, Unternehmen, Vereine und Organisationen. Die
Teilnehmer können beispielsweise Fassaden-, Zimmer-, Landschafts-
oder Weihnachtsbeleuchtungen abschalten. Für die Sicherheit
notwendiges Licht, etwa Straßen- oder Notbeleuchtung, bleibt
natürlich eingeschaltet.

Erste Zusagen für die Teilnahme an der Licht aus!-Aktion liegen
bereits vor. So werden am 8. Dezember der Kölner Dom, das Schloss
Neuschwanstein, das Heidelberger Schloss, die Alte Oper sowie die
Zeil in Frankfurt ihre Außenbeleuchtung für fünf Minuten
abschalten. ProSieben wird am 8. Dezember live über die Aktion
berichten.

Die Klimaschutz-Aktion Rettet unsere Erde ist eine Kooperation der
Umweltverbände BUND, Greenpeace und WWF gemeinsam mit BILD, Europas
größter Tageszeitung. Die Allianz informiert gemeinsam Politik und
Öffentlichkeit über die Tragweite des Klimawandels sowie die
möglichen Lösungen ? und fordert zum Handeln auf.

Weitere Infos zur Aktion ?Licht aus! Für unser Klima.? finden Sie
auf der Internetseite www.lichtaus.info.

Mehr
 

 
Giftmüllkippe Teningen: Die Sanierungskosten tragen wir alle
Endlich wird eine der problematischsten Altlasten in Südbaden saniert: die ehemalige Teninger Müllkippe an der Autobahn.

Die im Volksmund ?Schuttloch? genannte Müllkippe zeigt exemplarisch, wie leichtfertig und verantwortungslos in der Vergangenheit mit gefährlichen Giften umgegangen wurde.

Ab dem Jahr 1954 wurde ein kleiner Baggersee, also offen liegendes Grund- und damit Trinkwasser, mit Haus- und Industriemüll verfüllt. Besonders problematisch waren die PCB-haltigen Kondensatoren der Köndringer Firma FRAKO, aber auch die Abfälle des Teninger Tscheulinwerks.

BUND-Geschäftsführer Axel Mayer kennt die Altlast aus eigener Anschauung noch aus seiner Kindheit in Teningen. Später, als Sprecher der ehemaligen Bürgerinitiative Riegel, hatte er schon 1984 die Sanierung der Altlast gefordert. Damals hatten sowohl die Gemeinde Teningen als auch die BI Riegel das Thema intensiv aufgegriffen.

Jetzt wird, 23 Jahre später, endlich mit der Sanierung begonnen. Es ist auch nach Ansicht des BUND erfreulich, dass Bürgermeister Hermann Jäger das wichtige Thema immer wieder eingebracht hat und jetzt über das Land auch endlich einen Zuschussgeber gefunden hat.

Dennoch wäre die Entfernung der Altlasten aus dem Baggersee der bessere Ansatz gewesen, die ?Ummantelung? im Grundwasserkörper ist höchstens die zweitbeste, allerdings wesentlich kostengünstigere Lösung. Ziel muss es nach Ansicht des BUND sein, das Grundwasser am Oberrhein dauerhaft zu schützen.

Ärgerlich ist aber auch, dass wie so häufig die Allgemeinheit für die Kosten aufkommt. 5,2 Mio. Euro soll die jetzt geplante Sanierung kosten, für die das Land (zu 86,25%) und die Gemeinde - also immer wir SteuerzahlerInnen - zahlen müssen.

Die industriellen Hauptverursacher schleichen sich aus der Verantwortung oder existieren nicht mehr.

Beim Uranabbau in Menzenschwand haben die Firmen gut verdient und die Sanierungskosten auf die Allgemeinheit abgewälzt. Die Kali und Salz AG versucht, sich aus der Verantwortung für die Sanierung des Bugginger ?Salz-Kalimandscharos? zu stehlen.

Je ?größer und einflussreicher? der Verursacher einer Umweltbelastung ist, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass er für die Folgen bezahlt. Diese Ungerechtigkeit ist nicht akzeptabel.

Mit Spannung schaut deshalb der BUND auf den in Kürze beginnenden Prozess wegen des Brands bei Stocamine im Elsass. Dort wird sich zeigen, ob die Verantwortlichen für den Brand des ?nichtbrennbaren Giftmülls? sich ebenfalls aus der Verantwortung stehlen können.

Einen Baggersee mit Haus- und Industriemüll aufzufüllen, ist heute bei uns nicht mehr denkbar. Hier hat der Druck der Umweltbewegung und eine Änderung der Gesetze zu erkennbaren Fortschritten geführt. Doch der Brand und die Schließung des ?modernsten Endlagers für Giftmüll? Stocamine im Elsass und die Überlegungen der Schweiz, Atommüll in Benken in viel zu dünnen Schichten Opalinuston zu lagern, zeigt, dass auch heute Wachsamkeit erforderlich ist, um nachfolgenden Generationen Probleme und Folgekosten zu ersparen.

Die wichtige und überfällige Sanierung der Teninger Altlast werden wir weiter kritisch begleiten.

Axel Mayer / BUND-Geschäftsführer
Mehr
 

 
Die großen Ernährungslügen - Essen mit Nebenwirkungen
Ein Buchtipp

Nirgendwo kursieren so viele Irrtümer und Legenden wie in der Ernährung. Bei näherem Hinsehen handelt es sich oft um Pseudowahrheiten, die dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand widersprechen. Zum Beispiel:

»Zucker ist ein Vitaminräuber.« ? Falsch. Damit soll nur der Umsatz von alternativen Süßungsmitteln angekurbelt werden.

»Tiefkühlkost ist besonders biostoffreich.« ? Falsch. Dient nur der Imageverbesserung des zugeschweißten Fertigfoods.

»Fischöl schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.« ? Falsch. Fischöl nützt vor allem den Profiten der Pharmaindustrie.

Über 100 solcher Irrtümer aus Küche und Ernährung enttarnen Annette Sabersky und Jörg Zittlau ? und machen Appetit darauf, Genuss und Gesundheit miteinander zu verbinden.

Knaur Taschenbuch, München 2007, 304 Seiten, 8,95 Euro
 
 

 
Umweltministerin Tanja Gönner: Unterstützung für Projekte der Lokalen Agenda 200
Umweltministerin Tanja Gönner: Unterstützung für Projekte der Lokalen Agenda 2007

Projekt "Ecotrinova e. V. Freiburg: grenzüberschreitende Sonnen-Energie-Wege für Klimaschutz, Bildung und Tourismus im Eurodistrikt Region Freiburg/Centre et Sud Alsace" wird mit 9.600 Euro gefördert

Das Umweltministerium hat auch im Jahr 2007 sein Programm zur Förderung beispielhafter Projekte zum kommunalen Umweltschutz und zur Lokalen Agenda ausgeschrieben. "In diesem Jahr werden besonders Modellprojekte, die innovative Ansätze aufweisen und Projekte, die eine besondere Bedeutung für die Mobilität und das Thema Flächenverbrauch vor Ort haben, gefördert", teilte Umweltministerin Tanja Gönner am Montag (29. Oktober 2007) mit. Eines der geförderten Projekte sei das Projekt "Ecotrinova e. V. Freiburg: grenzüberschreitende Sonnen-Energie-Wege für Klimaschutz, Bildung und Tourismus im Eurodistrikt Region Freiburg/Centre et Sud Alsace", das von Ecotrinova e. V., ECO-Stiftung für Energie-Klima-Umwelt und Stadt Freiburg, durchgeführt wird. Es werden darüber hinaus derzeit weitere Partner aus dem südbadischen und dem oberelsässischen Teil des Eurodistricts angefragt.

Nach Darstellung von Ministein Gönner ist es Ziel des Förderprogramms, den Prozess der Agenda zu unterstützen, zu stabilisieren und weiter zu entwickeln. "Bemerkenswert ist das hohe Niveau der Projektanträge, von denen drei zur Förderung ausgewählt wurden. In vielen Kommunen ist der Agendaprozess schon weit fortgeschritten. Inzwischen werden die Projekte, die oft mehrere Themenfelder miteinander verbinden, sehr professionell geplant und umgesetzt", so Ministerin Gönner.

Kurzbeschreibung des Freiburger Projekts

"Ecotrinova e. V. Freiburg: grenzüberschreitende Sonnen-Energie-Wege für Klimaschutz, Bildung und Tourismus im Eurodistrikt Region Freiburg/Centre et Sud Alsace"

Erarbeitung von zwei 80 Kilometer langen Rhein überschreitenden Lehrwegen mit insgesamt 48 erläuterten Stationen zu erneuerbaren Energien, Energiesparen und intelligenter Energienutzung im Eurodistrikt. Die erarbeiteten Lehrpfade sollen dann auch als Broschüre erhältlich und im Internet dargestellt werden. Die Lehrpfade können dann alleine oder mit Führung besichtigt werden.

 
 

 
Karl-Heinz Büschemann: DER RAUSWURF AUS DEM PARADIES - WOHLSTANDSKILLER ENERGIE
Ein Buchtipp

In zwanzig bis dreißig Jahren wird es eine ernste weltweite Knappheit an Energie geben. Öl und Gas stehen bald nicht mehr im gewohnten Maße zur Verfügung. Karl-Heinz Büschemann zeigt in seiner faktenreichen Analyse, wie wir derzeit leben und wie sich unser Alltag verändern wird: In Zukunft werden wir Wohlstandsbürger aufgrund der steigenden Preise gezwungen sein, unseren Energieverbrauch drastisch zu senken. Das bedeutet Verzicht auf Mobilität und Komfort für all jene, die es sich nicht mehr leisten können. Es bedeutet auch, dass die Weltwirtschaft leiden wird mit allen Folgen für die Arbeitsplätze weltweit. In DER RAUSWURF AUS DEM PARADIES stellt Karl-Heinz Büschemann die Jahrhundertfrage: Wie sichern wir unsere Energieversorgung?

Karl-Heinz Büschemann fügt die täglichen Meldungen über die Debatten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen: Wie die Boomländer China und Indien die Energiepreise in die Höhe treiben, wie die Energielieferanten immer reicher werden und wie die steigenden Preise für Energie unseren Wohlstand gefährden. Er erklärt, warum unsere Regierung der größte Preistreiber ist und weshalb regenerierbare Energie das Öl nicht ersetzen kann.

Der Wirtschaftsreporter der Süddeutschen Zeitung zieht eine unabhängige, allgemein verständliche Bilanz. Für Karl-Heinz Büschemann ist der einzig mögliche Weg aus der Krise eine international abgestimmte Weltenergiepolitik. Bislang fehlt ein globaler Steuerungsmechanismus, der die Regierungen zum Umdenken zwingt. Er ruft die Mitglieder der Europäischen Union dazu auf, mit den Energiekonzernen ein Bündnis für Energie schließen.

Murmann Verlag, Hamburg; 220 Seiten, EUR 19,50 / sFr. 32 - ISBN 978-3-938017-84-5
 
 

 
Wettbewerb ?Bundeshauptstadt im Naturschutz?: Dritter Platz für Freiburg
Umweltbürgermeisterin Stuchlik: ?Wir sind hochzufrieden
mit diesem Ergebnis! Das jahrelange vielfältige städtische
Engagement im Naturschutz wird jetzt belohnt?

Wie die Deutsche Umwelthilfe soeben mitteilt, erhält Freiburg
den dritten Platz des in diesem Jahr erstmalig ausgeschriebenen
Wettbewerbs ?Bundeshauptstadt im Naturschutz?. ?Wir
sind hochzufrieden mit diesem Ergebnis! Unser jahrelanges
vielfältiges städtisches Engagement im Naturschutz wird jetzt
belohnt,? so Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik anlässlich
der Bekanntgabe des dritten Platzes in der Teilnehmerklasse
der Städte über 100.000 Einwohner/-innen.

Gewürdigt wurden von der Deutschen Umwelthilfe das seit
vielen Jahren bestehende Engagement der Stadt Freiburg in
einem breit gestreuten Themenfeld sowie insbesondere die
neuen Wege im Naturschutz, die Freiburg in den letzten Jahren
beschritten hat, denn Freiburg ist für seine zahlreichen
Pilotprojekte im Naturschutz bundesweit bekannt.

Die Aufgabenstellung des bundesweiten Wettbewerbs war
vielfältig: so wurden nicht nur die klassischen Themenbereiche
des Naturschutzes abgefragt, wie der Arten- und Biotopschutz,
sondern auch viele Fragen aus den Bereichen Planung
und Organisation, kommunale Grünflächen, Gewässerunterhaltung
und Umweltbildung. Hervorzuheben sind unter
anderem, so die Bewertung der Deutschen Umwelthilfe, die
hervorragenden Einzelplatzierungen Freiburgs in den Themen
"Forst- und Landwirtschaft", sowie "Kooperation".

Als besonders erwähnenswert wurde die Öffentlichkeitsarbeit
im Naturschutz eingestuft. Eine hohe Bewertung erhielten die
Bachpatenschaften, die seit 1986 bestehen und bei denen
sich Bürgerinnen und Bürger in vielfältiger Weise um die Freiburger
Gewässer kümmern. Mittlerweile engagieren sich über
1000 Personen in 50 verschiedenen Bachpatengruppen für
den Erhalt von Naturgewässern und helfen bei Renaturierungsmaßnahmen.
Durch den koordinierten Einsatz vieler
pflegender Hände gelang es in den vergangenen 20 Jahren,
die Artenvielfalt entlang der Bäche zu erhöhen. Zusätzlich
wird mit jeder Patenschaft naturkundliches Wissen vermittelt.
Hauptamtliche Mitarbeiter/-innen und Teilnehmer/-innen am
Freiwilligen Ökologischen Jahr übernehmen eine professionelle
Betreuung der Bachpaten und bieten ein attraktives naturpädagogisches
Angebot an Schulen und Kindergärten an.

Im Bereich Gewässer zeichnet sich Freiburg im Management
von Regenwasser aus. Die gespaltene Abwassergebühr fördert
die Bereitschaft in der Bevölkerung zur Versickerung von
Niederschlagswasser. In Bebauungsplänen werden Vorgaben
zur natürlichen Regenwasserbewirtschaftung gemacht und
Dachbegrünungen und wasserdurchlässige Beläge festgesetzt.
Zentrale oder dezentrale Versickerung von Niederschlagswasser
ist in sämtlichen Neubaugebieten in Freiburg
längst zum Standard geworden.

Bäume sind in Freiburg besonders geschützt. Freiburg hat
bereits vor 20 Jahren eine Baumschutzsatzung eingeführt.
Langsamwachsende Baumarten wie Eibe, Rotdorn oder
Buchsbaum stehen ab einem Stammdurchmesser von 40
Zentimetern unter Schutz. Neben den Bäumen im Stadtgebiet
obliegt der Stadt Freiburg die Verantwortung für rund 5.000
Hektar Stadtwald - das ist der größte kommunale Wald in
Deutschland und wird in hohem Maße von den Bürgerinnen
und Bürgern für vielfältige Freizeitaktivitäten genutzt.

Im Bereich Forst- und Landwirtschaft hat Freiburg die zweitbeste
Bewertung erreicht. Das Modellprojekt ?Regionale Tafelrunde?
für Großküchen zielte auf die Schaffung regionaler
Wirtschaftskreisläufe für ökologische Produkte aus der umliegenden
Landwirtschaft und die Vernetzung lokaler Akteure
und Akteurinnen ab. So genannte Gemüsemakler arbeiteten
ein Angebot für die Kantinen aus, organisierten die Lieferung
und prüften die Qualität der Produkte. Diesem Projekt folgt
nun das neue Projekt ?Bio for Kids?, das den Mittagstisch an
Schulen mit Bio-Produkten aus der Region qualitativ verbessern
soll. Erfolgreicher Naturschutz bedeutet auch, die Sicherung
regionaler, bäuerlicher Landwirtschaft zum Erhalt der
kleinteiligen Kulturlandschaft.

Auch im Themenfeld ?Kooperation? hat die Stadt Freiburg die
zweithöchste Punktzahl erreicht. Alle zwei Jahre vergibt Freiburg
einen Umweltpreis, um insbesondere Jugendlichen die
Vielfältigkeit der Natur näher zu bringen. Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer sollen sich mit heimischen Tier- und Pflanzenarten,
mit bestimmten Naturdenkmalen, markanten Grünflächen,
Schutzgebieten oder Biotopen der Region beschäftigen
und digital aufzeichnen. In einem zweiten Schritt wird das
Material mit neuen Medien, wie dem Internet aufgearbeitet
und wird von einer Jury bewertet. Als gemeinsames Projekt
der Städte Mulhouse und Freiburg konnten sich Jugendliche
auf beiden Seiten des Rheins an dem Wettbewerb "Natur ins
Netz" beteiligen und die lokale Arten-Vielfalt dokumentieren.
Mit solchen Kooperationen gelingt es Freiburg, sehr viele
Menschen zu erreichen und entsprechend für Naturschutzbelange
zu sensibilisieren.

Für das breite Themenspektrum mit zahlreichen Projekten,
die Freiburg in den letzten Jahren angestoßen und umgesetzt
hat, erhält die Stadt den dritten Platz von insgesamt teilgenommenen
34 Städten in der Kategorie "Städte mit mehr als
100.000 Einwohner/-innen?.
 
 

 
Protestfrühstück beim AKW Fessenheim am Samstag, 10.11. um 11 Uhr
AKW und Terrorgefahr: Grenzüberschreitende Protestaktion

Umweltgruppen aus Frankreich und Deutschland rufen für Samstag den 10.11.2007 um 11 Uhr zu einem Protestfrühstück auf dem Dammweg an der Ostseite des AKW Fessenheim auf.

Hintergrund ist die absolut mangelhafte Absicherung des ältesten französischen AKW gegen terroristische Gefahren und die Ablehnung des Präfekten, den Dammweg östlich des AKW zu sperren.

Grenzüberschreitend fordern die Umweltorganisationen seit vielen Jahren die Abschaltung des altersschwachen Atomkraftwerks. Solange EDF das AKW weiter betreibt und solange die EnBW von dort Strom bezieht, sollte das AKW nach Ansicht der Umweltschützer zumindest besser gesichert werden.

Aus diesem Grund hatten die Umweltgruppen schon am 23.11.06 in einem internen, nicht öffentlichen Schreiben auf eine offensichtliche Gefahrenquelle in Sachen ?Terrorismusgefahr und AKW Fessenheim" aufmerksam gemacht. Bei einer Sitzung der Fessenheimer Kontrollkommission wurde unser internes Schreiben durch eine der angeschriebenen Institutionen an die Medien weitergegeben und dadurch öffentlich.

Hintergrund unseres Schreibens war und ist die ?offene Flanke" des AKW auf der zum Rhein gewandten Ostseite des Atomkraftwerks.

Ohne große Probleme ist es dort jederzeit möglich, sich mit einem Fahrzeug unbeobachtet den beiden Reaktorblöcken und dem Brennelementezwischenlager zu nähern. Die Wahrscheinlichkeit, kontrolliert zu werden, ist sehr gering. Nur der Rheinseitenkanal und relativ dünner Beton trennen an dieser Stelle Beobachter, Fotografen, Fischer und mögliche Terroristen vom radioaktiven Reaktorkern und vom noch schlechter geschützten Zwischenlager für Atommüll.

Ein jederzeit möglicher Anschlag mit "modernen" panzerbrechenden Waffen auf das AKW Fessenheim hätte verheerende Auswirkungen. Panzer- und bunkerbrechende Waffen aller Art gehören leider schon lange zum gängigen Waffenarsenal im Bereich des Terrorismus und sind auf dem Schwarzmarkt verfügbar. Aus diesem und vielen anderen Gründen sind wir für die sofortige Schließung des AKW Fessenheim. Solange das AKW nicht abgestellt ist, muss es zumindest besser gesichert werden als bisher.

Aus diesen Gründen hatten die unterzeichnenden Gruppen die rasche Absperrung des Fahrweges auf dem Rheindamm an der Ostseite des Kanals gefordert.

Jetzt hat der Präfekt geantwortet und auf das ?Fahrverbot" auf dem Dammweg hingewiesen. Eine Schließung des Weges sei deshalb nicht vorgesehen.

Ein Verbotsschild auf dem immer noch offenen Dammweg halten wir vorsichtig ausgedrückt, nicht unbedingt für eine ?wirkungsvolle" Sicherungsmaßnahme. Die ungeschützte Zufahrt ist immer noch offen. Nach unserer Ansicht wirft das kein gutes Licht auf den Umgang mit Sicherheitsfragen im AKW Fessenheim. Wenn nicht einmal gegen offensichtliche Gefährdungen vorgegangen wird (um die harte Pro-Atom-Linie von Präsident Sarkozy auf regionaler Ebene durchzusetzen), dann zeigt das die Berechtigung der Forderung nach einer schnellen Schließung des AKW.

Mit dem Hinweis auf drohende Terrorgefahren wird in Frankreich und Deutschland der Überwachungsstaat ausgebaut und die Bürgerrechte werden mehr und mehr eingeschränkt. Im Bereich der Atomanlagen, dort wo tatsächlich ernstzunehmende Gefahren drohen, gibt es eine ideologische Blindheit. Nur so kann die unzureichende Reaktion des Präfekten verstanden werden.

Aus diesen Gründen rufen Umweltgruppen aus Frankreich und Deutschland für den 10.11.2007 um 11 Uhr zu einem Protestfrühstück (keine Kundgebung) auf dem Dammweg an der Ostseite des AKW Fessenheim auf.

AGUS, Vorstand

Alsace Nature Haut-Rhin, Michel Breuzard

C.S.F.R., Jean Jacques Rettig

BUND, Axel Mayer

NWA, Thomas Passaglia
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 
392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 
415 416 417 418 419 420 421 422 423 424 425 


Copyright 2010 - 2024 B. Jäger